COMPLETE WORKS: TABLE TOP SHAKESPEARE: AT HOME Frank Günther (1947-2020)
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Herbsttagung 20.-22.11.2020 in Weimar

Jahrestagung „Shakespeare und Politik“ 12.-14.11.2021 in Weimar

Nähere Informationen finden Sie hier.

Zur Einstimmung auf das Thema der Jahrestagung findet in Weimar eine Vortragsreihe statt:

21. Mai – Frau Prof. Olk:

Shakespeares Politische Endspiele 
Der Vortrag widmet sich Shakespeares Szenarien des Endes von Herrschaft in Dramen wie King Lear, Hamlet und The Tempest. Neben der wechselseitigen Durchdringung der politischen wie der theatralen Sphäre in der Frühen Neuzeit sowie ihren spezifischen Konfigurationen von Endlichkeit und Apokalypse, betrachtet der Vortrag die infiniten Spiele mit dem Ende in der Rezeption Shakespeares bis hin zu Samuel Beckett.

Claudia Olk ist Professorin für Anglistik, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ludwig Maximilians-Universität München und Direktorin der Shakespeare Forschungsbibliothek. Zuvor war sie Professorin an der Freien Universität Berlin. Sie ist seit 2014 Präsidentin der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.

Dieser Vortrag kann wegen der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden und wird verschoben.

 

28. Mai, 18 Uhr – Herr Prof. Weidle:

Shakespeare und Machiavelli
Machiavellis politischer Ratgeber „Der Fürst“ zählt zu den Schriften, die Shakespeare und seine Zeitgenossen maßgeblich beeinflussten. In dem Vortrag soll aufgezeigt werden, dass dieser Einfluss nicht nur in den machiavellistischen Schurken wie Jago, Don John und Richard III. zu erkennen ist, sondern auch – und vor allem – in seinen idealen Herrscherfiguren wie Heinrich IV. und Heinrich V.

Roland Weidle ist Professor für Englische Literatur der Frühen Neuzeit an der Ruhr-Universität Bochum und seit 2011 Vizepräsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.

Dieser Vortrag kann wegen der Corona-Pandemie leider nur im digitalen Format stattfinden. Wir bitten um Voranmeldung per E-Mail an office@shakespeare-gesellschaft.de. Angemeldete Teilnehmer erhalten einen Zoom-Link zur Veranstaltung.
Der Vortrag wird außerdem auf YouTube über folgenden Link gestreamt: https://www.youtube.com/channel/UCm1Afp2gwz4Jo4FmLg24LAg

 

11. Juni, 18 Uhr  –  Frau Prof. Schülting:

Shakespeare und ‘Die Fremden’ – 1517, 1600 und 2016
Während der so genannten ‚Flüchtlingskrise‘ von 2015/2016 rückte das Stück Sir Thomas More (um 1600) ins Zentrum des öffentlichen Interesses. In Szene 6 gelingt es dem Titelhelden, dem Staatsmann, Humanisten und späteren katholischen Märtyrer Thomas Morus, einen fremdenfeindlichen Aufstand der Londoner Bürger und Bürgerinnen im Jahre 1517 zu besänftigen, indem er ihnen – in einer bewegenden Rede – die Lage ‚der Fremden‘ vor Augen führt. Die Passage wurde in den frühen Jahren des 17. Jahrhunderts im Zuge der Überarbeitung des ursprünglich von Anthony Munday and Henry Chettle verfassten, vom Zensor aber nicht freigegebenen Stücks hinzugefügt; man geht heute allgemein davon aus, dass Shakespeare sie verfasst hat. Gut 400 Jahre später, bei der Gala der Royal Shakespeare Company anlässlich der Vierhundertjahrfeiern zu Shakespeares Tod im April 2016, wurde Morus‘ Rede von dem britischen Schauspieler Sir Ian McKellen mit explizitem Bezug auf die Situation heutiger Migranten und Migrantinnen rezitiert. Bereits im März 2016 hatten die internationalen Medien auf die Ankündigung der British Library reagiert, das Originalmanuskript der Passage in Shakespeares Handschrift auf ihrer Website frei verfügbar zu machen. Im Herbst 2016 brachte dann der Deutsche Taschenbuchverlag Frank Günthers deutsche Übersetzung der Szene heraus. Der dünne Band trug den Titel Die Fremden: Für mehr Mitgefühl und wurde er mit dem Slogan „Weckruf aus einer anderen Zeit von erschütternder Aktualität“ beworben; in seinem Vorwort beschäftigte sich der Journalist Heribert Prantl mit der Überlegung, „Wenn wir Flüchtlinge wären“.
Der Vortrag setzt sich anhand dieses intensiven Medienechos auf die Passage aus Sir Thomas More mit der Frage auseinander, was es bedeutet, wenn Shakespeare als moralische Autorität in einer politischen Diskussion der Gegenwart angerufen wird. Ist Shakespeare unser Zeitgenosse? Lassen sich die fremdenfeindlichen Ausschreitungen von 1517 und dem späten 16. Jahrhundert mit der heutigen Lage vergleichen? Kann Shakespeare uns helfen, aus der Geschichte zu lernen und „mehr Mitgefühl“ für Andere zu entwickeln? Und welche Rolle kann eine solche emotional geführte Diskussion für die Politik spielen?

Sabine Schülting ist Professorin für Englische Philologie an der Freien Universität Berlin. Sie ist die Herausgeberin des Jahrbuchs der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und setzt sich in ihrer Forschung mit der deutschen Shakespeare-Rezeption, mit Kulturbegegnungen und Fragen der Geschlechterforschung auseinander.

Nähere Informationen zu diesem Vortrag werden spätestens 14 Tage vorher auf unserer Website www.shakespeare-gesellschaft.de bekanntgegeben.

 

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