Herbsttagung 2016 in Weimar: "Shakespeare's Endings – Poetiken des Schlusses"

Die Herbsttagung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft findet vom 25. bis 26. November 2016 in Weimar statt.

Das Jahr 2016 markiert den 400. Todestag William Shakespeares, der wie kaum ein anderer die Literatur und Kultur weltweit bis in die Gegenwart geprägt hat. Johann Wolfgang Goethe beschreibt in "Shakespeare und kein Ende" diese schier unerschöpfliche Anregung der Imagination, die von Shakespeares Werken ausgeht.

Die Herbsttagung 2016 möchte dieses Gedenkjahr zum Anlass nehmen, um einen lebendigen Dialog über die dramatische wie metaphorische Bedeutung des Schlusses und seine poetischen und ästhetischen Konfigurationen im Werk Shakespeares zu initiieren. Im Zentrum der Vorträge und Diskussionen sollen das Spätwerk Shakespeares sowie insbesondere die Enden der Dramen und Dichtungen stehen. Wie lässt sich Shakespeares Oeuvre unter dem Aspekt des Endes sowie der Endlichkeit interpretieren? Welche politischen und religiösen Implikationen sind in den Ausgängen seiner Dramen enthalten? Lassen sich gattungsspezifische Charakteristika des Endes identifizieren? Welche ästhetischen Strategien werden in Bezug auf das Ende wirksam: werden Enden als teleologisch-kausale Konsequenzen inszeniert oder sind sie gerade der Beginn von etwas Neuem, Unerwarteten? Verdichten sich im diachronen Durchgang durch das Werk Shakespeares spezifische Gestaltungsweisen des Endes, die z.B. in späten Werken besonders in Erscheinung treten? Welche Geltungsbedingungen formieren sich dort möglicherweise im Hinblick auf kulturelle Praktiken der Erinnerung? Inwiefern inszenieren Shakespeares Texte mithin ihre eigene Unsterblichkeit im Rezeptionsakt? Die Tagung soll im Blick auf diese Fragen historische Querschnitte und Entwicklungslinien aufzeigen, die aus disziplinär unterschiedlichen Perspektiven reflektiert werden. Als Vortragende werden international führende Shakespeare-Forscher nach Weimar eingeladen, deren Forschungsfelder sich auf das Spätwerk Shakespeares, auf Formen und poetologische Funktionen des Endes sowie die Ästhetik seiner Werke beziehen. Angefragt werden u.a.: 1. Philipa Berry, 2. Gordon McMullan, 3. David Margolies, 4. Lucy Munro, 5. Kiernan Ryan, 6. Elizabeth Hodgson, 7. Howard Jacobson, etc.

Überdies ist vorgesehen, das Tagungsprogramm gemeinsam mit Theaterpraktikern zu begleiten und mit Aufführungen, z.B. dem von Stefan Wey als poetisches Schattenspiel am Figurentheater Erfurt inszenierten "Sturm" sowie dem kurz vor Goethes Tod vollendeten zweiten Teil des "Faust" unter der Regie des Weimarer Generalintendanten Hasko Weber, zu bereichern.

Hier können Sie den Flyer mit Einladung, Programm und Anmeldung sowie den Einladungsbrief der Präsidentin herunterladen.

Sie können sich auch online anmelden.

Hier finden Sie Informationen zu Hotels und ein Buchungsformular.

 

Bitte beachten Sie folgende Änderungen zum Tagungsprogramm:

 

Leider musste Howard Jacobson aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig seine Teilnahme an der Herbsttagung in Weimar absagen. Dies ist natürlich sehr bedauerlich. Es ist uns aber gelungen, mit dem renommierten Shakespeare-Forscher und Journalisten Andrew Dickson (University of London; The Guardian) einen nicht minder interessanten und kompetenten Ersatz zu finden. Dickson ist ein Kenner nicht nur der deutschen Shakespeare-Szene, sondern auch der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, der er in seinem im letzten Jahr erschienenen Buch „Worlds Elsewhere: Journeys Around Shakespeares Globe“ ganze 60 Seiten gewidmet hat. Wir sind Andrew Dickson äußerst dankbar, dass er sich so kurzfristig bereiterklärt hat für den erkrankten Howard Jacobson einzuspringen und bitten alle Mitglieder um Verständnis für die Programmänderung.

 

Des Weiteren wurde die Anfangszeit des Puppentheaters „Der Sturm“ in Erfurt verändert, so dass der Bus nicht 18 h sondern erst 18.30 h in Weimar abfährt. 19.30 h ist Einlass im Puppentheater Waidspeicher, 20 h beginnt das Publikumsgespräch mit Erläuterung der Puppenarten (es werden u.a. Figuren von Shakespeare-Inszenierungen wie bspw. Hamlet und der Sommernachtstraum vorgestellt). Die Vorstellung des Sturm wird 21 h beginnen und dauert bis 21.50 h. Anschließend fährt der Bus zurück nach Weimar.