Beiträge aus dem Shakespeare-Jahrbuch 134 (1998)

S. 327-328:

Berichte

Der Martin-Lehnert-Preis der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft

Im Rahmen der Festveranstaltung im Deutschen Nationaltheater Weimar am 27. April 1997 verlieh der Präsident Prof. Dr. Dieter Mehl zum ersten Mal die Preise der Martin-Lehnert-Stiftung. Martin Lehnert, der langjährige Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, dem die Pflege des wissenschaftlichen Nachwuchses und das Studentenkolloquium während der Shakespeare-Tage besonders am Herzen lagen, hatte die Stiftung gegründet, um junge Wissenschaftler zu fördern und zu ermutigen.
Die vom Vorstand eingesetzte Jury beschloß, nach Prüfung der eingesandten Arbeiten und Vorschläge, drei Preisträger auszuzeichnen:
Ein erster Preis wurde Frau Ina Habermann für ihre Arbeit Vexierbilder. Crossdressing im elisabethanischen und jakobäischen Theater zugesprochen.
Ein zweiter Preis wurde Frau Silke Meyer für ihre Arbeit Shakespeare in Weimar. Eine Untersuchung zur wissenschaftlichen Shakespeare-Rezeption in der DDR verliehen.
Ein Sonderpreis ging an Sabine Thürwächter, die vor allem in den kritischen Jahren der Zusammenführung der beiden deutschen Gesellschaften mit großem Einsatz die traditionellen Studentenkolloquien organisierte, und der es vor allem zu verdanken ist, daß diese wichtige Veranstaltung der Shakespeare-Tage auch künftig stattfinden wird.
Der Martin-Lehnert-Preis soll in Zukunft alle zwei Jahre verliehen werden. Der Präsident und der Vorstand der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft bitten deshalb alle akademischen Lehrer, die herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Shakespeare-Philologie betreut haben, diese an den Vorsitzenden der Jury,

Prof. Dr. Dieter Mehl
Englisches Seminar
Regina-Pacis-Weg 5
53113 Bonn

einzusenden.

Wolfgang Weiß